Lepanto Verlag Katholischer Verlag für Theologie und Philosophie
Wir trotzen dem Weltuntergang!

Wir trotzen dem Weltuntergang!

Heute ist es soweit: Der erste Band unseres Lepanto-Almanachs ist erschienen. Wir öffnen jetzt den Webshop für diesen Titel und beginnen mit der Auslieferung der vorbestellten Exemplare.

Das vom Lepanto-Verlag gemeinsam mit den Herausgebern Michael Rieger, Till Kinzel und Christoph Fackelmann ins Leben gerufene Projekt eines „Jahrbuchs für christliche Literatur und Geistesgeschichte“ setzt sich ein anspruchsvolles Ziel. In unseren Tagen regiert die Angst: Der Verlust des materiellen Wohlstands droht, der soziale Frieden steht auf dem Spiel, und mit dem immerwährenden Lustkonsum der Durchschnittsexistenz funktioniert es daher auch nicht mehr wie früher. Dieser plötzliche Abschied von der Sorglosigkeit treibt uns von einer kollektiven Hysterie in die nächste. Vorgestern war’s die globale Bankenkrise, gestern die dräuende Klimakatastrophe, und heute ist’s die neueste Pandemie. Was in den Zeiten des täglichen Weltuntergangs hilft, dem Hinfall an die totale Diktatur der Immanenz zu trotzen, das ist Gegenstand des Almanach-Projekts: Es bewegt sich in der Schnittfläche zwischen Kunst und Logos, Sprachgeist und Pneuma, zeigt historische Wege auf, stellt Fragen an die Gegenwart, sucht Fundamente ins Gedächtnis zu rufen. Was bedeutete christliche Literatur und Sprachkunst im Wandel der Zeiten, und welche Bedeutung darf sie heute noch beanspruchen? – Ein Forum der Orientierung und der Debatte zum Verhältnis von Religion und Ästhetik in der beginnenden postokzidentalen Ära.

Band 1 (2020) enthält u. a. einen thematischen Schwerpunkt zu Reinhold Schneider (1903–1958), einem zentralen Repräsentanten des deutschen „Renouveau catholique“ (auf dem Foto links, gemeinsam mit dem Maler Leo von König, 1940). Neue Studien und Interpretationen werden von besonders wertvollen älteren Texten ergänzt. So ist etwa ein Nachdruck des tiefgründigen Essays enthalten, den Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.) im Jahr 1972 in seiner damaligen Eigenschaft als Regensburger Dogmatikprofessor Schneiders Roman Las Casas vor Karl V., einem Hauptwerk der „Inneren Emigration“, widmete. Kurze Beiträge der Um- und Rückschau zum Schatzhaus christlich-abendländischer Literaturbegegnung runden den Band ab.

Hier finden Sie die Pressemitteilung, das Inhaltsverzeichnis sowie eine Leseprobe – und können das Buch bestellen.

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